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„Echt starker“ Zunftabend macht „Steinen echt schwach“

3. Februar 2013

Narrenzunft Steinen-HoellseinSteinen (hjh). „Echt stark“ mal wieder, dieser Zunftabend, auch wenn das Publikum heuer ausnahmsweise mal ohne die Zunft-Ikone Rudi Lieber auskommen musste, den Lothar Schleith bei der Proklamation des Mottos der Fasnet 2013 gekonnt vertrat, nachdem er dem närrisch gewandeten Publikum schmunzelnd den Grund dafür verraten hatte: „Unserem Rudi gilt e bsundere Gruß un e bsundere Dank: Die armi Sau isch nämlich krank!“ Die ebenfalls kranke Andrea Lang ersetzte recht originell und „schwätzend wie e Wasserfall“ der „Till“ Frank Kiefer. Und nachdem Theo Lang die illustre Gästeschar in der Wiesentalhalle gebührend begrüßt hatte, stand der Attacke auf die Lachmuskeln der Narrenschar nach dem traditionellen Zunftabend oder Dorftrichter-Motto „Lose, luege, lache!“ nichts mehr im Wege.

„Jetz ischs vorbei mit de heilige Ruh“, kündigte Lothar Schleith an und reimte Geschichten, die belegten, warum Rudi Lieber auf das Motto der diesjährigen Kampagne gekommen war, das da lautete: „E suberi Welt, choscht halt Geld!“ Und Nerven. Wie die Entsorgung des Grünschnitts aus der Kleingartenanlage, der aus Umweltschutzgründen nicht verbrannt werden darf, dafür aber mit Rußkärren durchs Dorf zum HDS gekarrt werden muss: „Sie packe de Grünschnitt in de Chare un düen zum Hus de Sicherheit fahre. De Stau der würd au immer länger, denn jede zweite fahrt mit Hänger. D’Umwelt duet sich als bedanke, wenn alli stöhn vor de Isebahnschranke. Ja – des cha mer ruhig verzelle, kei Sau duet de Motor abstelle.“ Und damit nicht genug. Mit „15 Sache“ wird der beim HDS umgeladene Grünschnitt „nach Haage g’fahre“ mit „Traktore so alt, me würds nie erfahre, die chönntsch sogar mit Fischöl fahre“, ärgerte sich „Putzfrau“ Schleith, um sich dann dem Biogas zu widmen, das „ich weiß es genau, isch Scheiße vo de Chueh un de Sau.“ Tonnenweiße werde Mais verfüttert, weil das „die beschde gasige Werte“ erziele, und zwar so gute, dass es sich gar lohne, die Gase einzufangen „wenn d’Viecher düen furze“. Was natürlich Probleme gibt: „Im Stall goht des guet, mit Absuganlage, doch uf em Feld, am hellichte Tage? Im Ott siehni Viecher die duesch gli erkenne, es sin die wo mit de Aldigugge am Arsch umme renne.“

Auf diese Weise widmete sich Schleith dem Fernheizwerk, dessen Bau lauter geflickte Straße hinterlassen und außerdem seine Macken habe: „Frierts im Winter, ich schwätz kei Schund, wenn statt heißem Wasser nur kaltis chunnt“, weil s’Hackschnitzellager mal wieder lehr ist. Das rufe den Gemeinderat auf den Plan: „Drei Woche debattiere die Genosse, bis sie endlich hän beschlosse – welches Hackschnitzel würd jetz g’chauft, damit d’Heizig wieder lauft.“ Doch auf der Gemeinde gebe es keine Doofen: „E jede het unterm Schribtisch e Elektroofe: Denn: E suberi Welt, die choschdet halt Geld“, das ausgeben wird für Windparks, obwohl Leitungen zum Energietransport gen Süden fehlen mit der logischen Konsequenz: „Mir baue jetz in unsere Gmei, eigene Strimanlage, sin si au no so klei.“ Wasserräder am Föhribuck, Windräder in Hüsingen, Fotovoltaik zwischen Vogelpark und Schillighof, ein verdohlter Steinebach. Und „Höllschde kriegt no fünf Fitnesscenter, voll mit Fahrräder und Schnellaufbänder. Fertig mit luschdig, des isch halt so, hänge alli am e rieige Dynamo“, begeisterte Schleith mit unerschöpflich zahllosen Ideen.

Die Frösche-Clique steuerte einen außerirdischen Tanz in scharz-weißen Strumpfhosen zum guten Gelingen des Abends bei, sorgte für viel schrägen Schwung mit einem Gugge-Konzert und „pumpte“ im wahrsten Sinn des Wortes einen schmissigen Radetzky-Marsch aufs Parkett. Die neue Gruppierung „Wiesenkobolde“ feierten Premiere mit einem „Gang Gang Style“ – Tänzchen, die „Maiechäfer“ zeigten Flagge mit einer außergewöhnlichen Fahrstunde im heimischen Wohnzimmer, einem „Tonnensketch“ und mit einem raffinierten „Herrentanz“, der die Gäste im Saal schier von den Sitzen riss. Das Kunststück gelang im Anschluss auch „Burgfräulein“ Anna und „Ritter“ Dieter Volz, die übers Jahr eine stattliche Reihe „seltsame Lütt“ im Dorf ausgemacht hatten, Straße entdeckten, auf denen im Kreis herum gefahren werde, und „Ochsenkarren“ vermissten, an deren Stelle „Ochsen in stinkenden Karren“ saßen. Natürlich bekam auch das „vergessene“ oder „verschlafene“ Jubiläumsfest sein Fett weg. In Steinen, so hieß es, habe man auf eine 900-Jahr-Feier verzichtet und sei stattdessen zufrieden mit „normalen Baustellen“. Nicht zuletzt das führte die beiden Besucher aus dem Mittelalter zum Schluss: „Steinen – echt schwach!“ Eine Erkenntnis, die man auch nach den „Steinen News“ gewinnen konnte, mit denen Diana Schaum und Michael Wüst aufwarteten. Was haben die „Gemeinschaft“ und „Steinen echt stark“ gemein? „Immer, wenn es ums Wohl des Dorfes geht, ist keiner da!“ Dafür werde die Gemeinde vom Verfassungsschutz überwacht, weil „unter den Gemeindearbeitern ein paar Schläfer“ vermutet werden. Die aktiven Fußballer des FC haben da mit einem ganz anderen Image zu kämpfen: „Die sind wie Eunuchen. Sie sehen, wie es geht. Aber sie können nicht!“ Gescheitert sei auch die Agenda 21. Zum 30.2. werde sie aufgelöst „wegen Schweigen im Walde“, Bürgermeister König, der gern ein großes Schloss hätte und sich deshalb bereits ein paar Zylinder angeschaut habe, ordnete Ausgangssperre an, um die weitere Abwanderung des Einzelhandels aus der City zu verhindern. Und er übernahm die Aufgabe eines Kursleiters bei der VHS, die sich dem Thema Alsheimer anzunehmen gedenkt, während Oberzunftmeister Rudi Lieber dabei sei, die 900-Jahr-Feier der Zunft im Jahr 2835 vorzubereiten, weil: „Fangsch du rechtzeitig an zu planen, haut’s mit der Feier sicher ahne.“ Da gab’s dann nur noch eins drauf: „Was ist der Unterschied zwischen einer Hasel-Muus un unserem Burgi? Die Muus verschloft sieben Monate, Rainer König 900 Johr.“

Das war’s dann auch fast schon. Ein paar Häfnetgeister servierten „in the Hall of Wiesetal“ ein humoriges „perfektes Dinner“ mit Narrensuppe, Daten-Nudeln aus einer Verkehrsanalyse im Dorf und einem Soufflé, das unübersehbar Eigenschaften eines Wettabends mit einer Tageszeitung habe: „Wenn du die Tür zu früh aufmachst, verläuft alles ganz schnell.“ Damit das der Zunft nach dem Zunftabend nicht passieren konnte, haute Alleinunterhalter „Otti“ übergangslos auf die (elektronische) Pauke zum Tanz in eine lange, lange Narrennacht zum Auftakt einer Fasnachtskampagne, die in Steinen wegen zahlreicher organisatorischer Änderungen laut Zunft „für Diskussionen und Gespräche wie vorher noch nie“ gesorgt habe.

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