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Ein Häuflein Elend trägt den „Kerli“ zu Grabe

12. Februar 2013

De Kerli brennt2Schopfheim (hjh). Schluss mit lustig! Es war ein herzerweichender Zug trauernder Narren, der da behäbigen Schrittes laut jammernd – und wegen der Kälte auch noch zähneklappernd – hinter der unverzagt musizierenden Aruba-Band durch die Altstadt zum Kronenbrunnen marschierte. Das bedauernswerte Häuflein Elend drängte sich dort um den Fasnachtskerle, dessen letztes Stündchen geschlagen hatte. Amtsmüde sah er aus hoch oben auf dem Stuhl, den starke Jünglinge auf den Schultern zum „Schafott“ geschaukelt hatten. An gleicher Stelle, an der er vor fast genau vier Monaten aus der Taufe gehoben worden war, wurde er nun ins Jenseits befördert. Lichterloh brennend, in der Hitze des Feuers knisternd und knackend, sagte er seine Getreuen „good bye“. Die haderten der weil mit dem Schicksal, versuchten mit Krokodilstränen die Flammen zu löschen –vergebens: Die Fasnacht 2012/2013, eine kurze, aber schöne und heiße Zeit, war Geschichte. Und die Amtszeit des Statthalters ebenfalls. Klar, dass Peter I. mit den anderen um die Wette heulte, während Tobias Reimann zunächst über ihn, dann über die Presse mit einem ersten gereimten Fazit der intensiven Kampagne herzog. „De Statthalter isch g’si de Beschte, de het Erfahrig bim große Feschte. Nur mit dem Titel, des war ne Plagiat: Peter de Erschte war schomol parat“, erinnerte sich der Narr an die Fasnacht vor 28 Jahren, in der schein einmal ein „Peter“ regierte.

Nicht ganz einverstanden scheinen die Verfasser dieser „Grabrede“ mit der Berichterstattung der Tageszeitungen über den Sonntagsumzug gewesen zu sein. Die Schelte kam prompt: „Und jetzt din mir es mol riskiere und uns’ri Presse kritisiere“, hob Reimann den Zeigefinger, weil auf den Zeitungsseiten „ne paar Clöwn“, aber nicht das Wesentliche zu sehen gewesen sei: die Umzugswagen. „S’mag si, di sin jo au ganz schön, doch schöner wär’s de chönntsch dört meh Bilder vo de Fasnachtswage seh. Denn Clöwn git’s immer, sell isch wohr, doch Fasnachtswäge nur eimol im Johr“, wurde kritisiert. Die Freude getrübt habe aber auch dieser Missstand nicht sonderlich. „Trotzdem bliebe mir debi – es isch e schöni Fasnacht g’si“, sagte Reimann und kam zum Ende des gruseligen Schauspiels: „Zündet jetz de Kerli a, hebet d’Fackle ganz nooch dra. Und wenn er dann duet richtig brenne, dient nonemol zum letscht mol flenne. Bliebet in Schwung und bliebet fit, denn die nächscht Fasnacht isch nümm wit.“

 

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