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„Alte Säcke“ und junges Gemüse: Frühlingskonzert der Stadtmusik

24. März 2013
Solist Wolfgang Lehmann mit seiner Tuba

Solist Wolfgang Lehmann mit seiner Tuba

Schopfheim (hjh). Das war mal wieder ein gelungener Coup der Stadtmusik. Beim Traditionskonzert zum musikalischen Start ins Jahr zauberte Max Lehmann mit seinem Orchester nicht nur einen zumindest theoretischen Hauch von Frühling unters Kupferdach. Nein. Mit der Verpflichtung des Gesangvereins aus Wiechs hatten die Musiker einen Pfeil im Köcher, der die Gäste mitten hinein in die erwartungsvoll pochenden Herzen traf. Was Lehmanns Schützlinge und danach Andreas Hauris Sängerinnen und Sänger boten, war Unterhaltung vom Feinsten. Und es war sicherlich nicht nur verwunderlich, sondern auch sehr schade, dass sich nicht allzu viele Besucher das Vergnügen gönnen wollten.

Gemischter Chor und Stadtmusik gemeinsam1Von einigen deprimierenden Lücken im Saal ließen sich weder Akteure noch Gäste die gute Laune verderben. Das Orchester blies nach Peter Bühlers Begrüßung „Captain America“ den Marsch und widmete sich anschließend „The lost Continent“ Atlantis von Rob Romeyn. Der Niederländer Jacob de Haan lieferte Max Lehmann die Steilvorlage zur Auswahl des Stücks „La Storia“. Und Wolfgang Lehmann durfte sein gewohntes Instrument, den eBass, gegen die Tuba tauschen, im – so die Moderatoren Dennis Bühler und Stefanie Lenz – Vorgriff quasi auf den Vatertag, an dem er mit genau diesem großen Gerät um die Häuser ziehe. Iin Joe Bellinis Komposition „Tubissimo“ durfte sich das Mitglied der „Lehmann-Brothers“ nach Herzenslust austoben. Und er erntete dafür am Tag vor seinem 53. Geburtstag auch stolz den verdienten Beifall für eine reife Leistung. Nach der „Shirim-Lezmer Rhapsody“ von Piet Swerts fuhr dem Publikum so etwas wie die Frühlingswärme in die Glieder, als das Orchester den Saal rockte und mit Kurt Gäbles Arrangement „Rock it!!“ die Leute von den Sitzen trieb. Da ließ dann auch die Zugabe nicht lange auf sich warten, ehe die Stadtmusik zur Pause klingelte.

In der rüsteten die „alten Säcke“ vom Männerchor des Gesangverein Wiechs zur Attacke auch auf die Lachmuskeln ihrer Zuhörer(innen). „Wir sind die alten Säcke“, sangen die Herrn, denen laut Dirigent Andreas Hauri die Haare ausgehen und bei denen dafür „der Bauch immer dicker“ werde. Mit unglaublich witzigen Ansagen schaffte der Dirigent vom Buckel den „schwierigen Übergang vom großen Orchester zum kleinen Chörli“ locker vom Hocker. Und obwohl er nach dem stufigen Weg zum Mikrofon „ganz kaputt“ war, steckten er und seine Mannen das Publikum komplett in den Sack, als er den Chor in astreinem Schwyzer Dütsch „Ewigi Liäbi“ schwören und danach ein Loblied auf „dat Wasser vun Kölle“ singen ließ.  Zum „Amarillo“ war die Mitwirkung der Gäste gefragt. Und die ließen sich nicht lange bitten und klatschten den Mannen vor ihnen wunschgemäß laut den Takt.

Der Gemischte Chor versuchte das Publikum mit einem „richtigen Durenander“ an Jagdliedern vergebens zu verwirren. Hans Langs „Jäger-Quodlibet“ folgte ein Spiritual-Medley, das Donald Moore „Amen, go tell ist“ taufte. Mit Herbert Grönemeyers „Mambo“ versuchte der Chor „e Parkplatz z’finde“ und Andreas Hauri schmunzelte dazu: „Es het also gar nüt mit Schopfe z’due.“ Und zwar ebenso wenig wie der Abba-Song „Mama Mia“, der aus der Feder der schwedischen Kultgruppe stammt und von Michael Kunze ins Deutsche übersetzt vorgetragen wurde.

„Mama Mia“ dürften sich nach zwei lautstark geforderten Zugaben auch die Gäste gedacht haben, die sich bildlich vorstellen konnten, wie ein leutseliger „Drunken Sailor“ im Arrangement von Bart Picquer über die Planken eines Weltenseglers wankte. Stadtmusik und Gemischter Chor Wiechs machten bei diesem Song ebenso gemeinsame Sache wie beim abschließenden Song aus „Sister Act“ nach Otto Grolls Vorgaben: „I will follow him!“ Wobei offen blieb, ob da der betrunkene Seemann gemeint war, mit dem das große Finale nach einem tollen Abend eingeläutet worden war.

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