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Energie aus Bürgerhand: Rosige Aussichten in der Waldschänke mit der „guten Aussicht“

15. Juni 2013
Mannschaft hinter der Mannschaft

Auf dem Foto die stark engagierte Mannschaft hinter der Mannschaft, die normalerweise nicht im Rampenlicht steht, ohne deren Hilfe aber laut Claus Burger nichts liefe in Sachen Energie aus Bürgerhand vlnr. Herbert Retz, Günter Körner, Wilfried Falkenberg, Marcel Grüterich, Stefanie Senn, Kurt Trinler und Heidi Albiker.

Steinen-Hägelberg (hjh). Gabriele Kaiser-Bühler fand es „großartig“, was die Mitglieder der Genossenschaft „Energie aus Bürgerhand“ in den Jahren seit Gründung geleistet haben, Hans-Georg Koger freute sich unter anderem darüber, dass das Bioenergieprojekt seines Dorfes mittlerweile höchste Weihen im In- und Ausland erfahren hat. Und Vorstands- sowie Aufsichtsratsmitglieder der vier Jahre jungen Genossenschaft zeigten sich bei der Jahreshauptversammlung am Freitag in der Waldschänke „schöne Aussicht“ einfach nur „stolz“ auf die geleistete Arbeit, auf den mittlerweile anerkannt grandiosen Erfolg einer Idee voller Visionen und schließlich auf die ersten positiven Ergebnisse, die nach einigen Zitterpartien nun unterm Strich zu erkennen sind. Den Teilnehmern am Fernwärmenetz winken – verglichen mit den Nutzern herkömmlicher Heizmethoden – wohl mehr als rosige Zeiten.

 

Vorstandsmitglied Thilo Merkt erinnerte in seinem Jahresbericht an schwierige Zeiten, die hinter ihm und seinen ehrenamtlichen Mitstreitern liegen. Manchmal fühlten sich die Freizeit-„Kapitäne“ der Genossenschaft fast ein wenig überfordert in ihrem Bemühen, die Auftragsvergaben, die Verhandlungen mit Behörden, Baufirmen, der Sparkasse und nicht zuletzt mit den Kunden im Dorf zu koordinieren. Vor allem die Anträge auf Fördermittel bereiteten dem zunächst sieben-, dann sechsköpfigen Gremium um Merkt massive Probleme, die „alle bis zum Anschlag belasteten“. Auch an Aufsichtsratschef Claus Burger gingen die Strapazen nicht spurlos vorüber. Viele Hindernisse waren aus dem Weg zu räumen, unglaublich hohe Hürden zu nehmen. Aber: Dank Helfern wie dem überaus rührigen Geschäftsführer Walter Müller und dank zahlreicher Hägelberger, die „außer Sichtweite im Hintergrund unverzichtbare Arbeit“ l  eisten, wurden auch im von Bauverzögerungen geprägten Berichtsjahr 2012 die „Minimalziele“ erreicht: „Wir verbuchten 110 Anträge zum Anschluss ans Fernwärmenetz und konnten so die langfristige Wirtschaftlichkeit des Projekts sichern“, gab Claus Burger unter dem Beifall von 35 stimmberechtigten Genossen bekannt.

 

Eine „schöne Aussicht“ in der „schönen Aussicht“ für alle die, die in der Anfangsphase bereits an den Erfolg des Unternehmens geglaubt haben und Anteile zeichneten, die sich zu rentieren scheinen. Noch nicht direkt in klingender Münze, aber doch irgendwie trotzdem finanziell. Claus Burger jedenfalls vertrat die Meinung, dass sich die Rendite für die Mitglieder lohnen. „Wir sind noch in der Investitionsphase und können deshalb keine Dividenden ausschütten. Aber angesichts extrem gestiegener Kosten für Gas und Öl und bei gleich bleibend niedrigen Wärmekosten aus unserem Netz können sie sich selbst ausrechnen, was sie als unsere Kunden sparen bzw. gespart haben. Das ist unsere Dividende“, sagte er und betonte, dass die Genossenschaft selbstverständlich weitere Mitglieder in ihren Reihen begrüssen würde.

 

Ein Risiko gehen die Hägelberger inzwischen kaum mehr ein. Das war unter anderem den Berichten des Steuerberaters, der für das Jahr 2012 eine fast schon ausgeglichene 3 Mio. Euro-Bilanz vorlegte, die nur deshalb noch einen Verlust von 61600 Euro auswies, weil die zugesagten Fördermittel über mehrere 100000 Mark erst Ende Juni eintrudeln. Und das konnten die Zuhörer den Ausführungen von Aufsichtsratsmitglied Jürgen Roesch ebenso entnehmen wie denen des Prüfers vom Karlsruher Genossenschaftsverband, der dem Hägelberger Ehrenamtsunternehmen eine solide Geschäftspolitik bescheinigte. „Die Finanzierung steht auf gesunden Füssen. Und die Eigenkapitalquote ist ebenfalls nicht schlecht“, lautete das Fazit des Freiburger Steuerberaters Jochen Kaltenbach.

 

Demnächst werde mit dem zweiten und letzten Bauabschnitt begonnen, kündigte Claus Burger an. Die Finanzierung sei gesichert, die Fördermittel beantragt. „Ein Ende der Bauzeit ist ansehbar“, sagte er und lobte wie später auch Hans-Georg Koger die stoische Geduld der Bürger des Dorfes, die Lärm, Dreck und Behinderungen sowie manch unverständliche Verzögerung ohne zu klagen in Kauf genommen haben. Acht Kilometer Rohre wurden verlegt. Aber viele Häuser sind noch anzuschliessen. Teilweise hinke man dem eigentlichen Terminplan ein wenig hinterher. Es sei also noch etwas Geduld gefragt. Schließlich wolle man nichts über den Kamm brechen. Immerhin seien die ausstehenden Arbeiten noch mit der Gemeinde zu koordinieren, die Wasser- und Abwasserleitungen in Gräben verbuddeln wird, die von der Genossenschaft mit genutzt werden können. Außerdem werde derzeit abgeklärt, ob KabelBW oder die Telekom mit ins Boot genomm  en wird, wenn es um den Auf- oder Ausbau des Glasfasernetzes im Dorf geht, gab Claus Burger zu verstehen, bevor noch einmal darauf hingewiesen wurde, dass Hägelberg die erste Gemeinde im Landkreis sei, der das Prädikat „Bioenergiedorf“ verliehen wurde. Und das, so Hans-Georg Koger, werde demnächst die Ortsschilder zieren, die eine Vorzeige-Genossenschaft beherberge, deren Konzept ein finnisches Forschungsunternehmen kaufen will.

 

 

 

Hägelberg (hjh). Aus den Kinderschuhen heraus wächst derzeit der jüngst gegründete „Förderverein Bürgerheizung Hägelberg“. Seine Vorsitzende Jana Bühler stellte im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Hägelberger Energie-Genossenschaft EABH (Energie aus Bürgerhand) das erste Projekt der Gruppe vor, die das Genossenschaftsangebot unter anderem mit „Veranstaltungen, Exkursionen und anderen Aktivitäten zur Förderung des Umweltbewusstseins der Bevölkerung“ ergänzen will. Die Gönner um Jana Bühler, Alexander Senn, Michael Thode, Tanja Thode, Michaela Popp und Jochen Rapp bieten Kommunen und Privatpersonen Beratung zu allen Themen umweltschonender Energieversorgung an. Ein erstes von geplant zahlreichen Projekten ist nun die Anlage eines Lehrpfades unter der Überschrift  „Nachhaltige Energiegewinnung durch nachwachsende Rohstoffe“. Mit „Erlebnismodulen zum Anfassen“ erlaube der Pfad einen „Ausflug in die spannende Welt der Energiegewinnung“. Die entlang des Pfades angebrachten Informationstafeln zeigen den Betrachtern „diverse Möglichkeiten der Wärmeversorgung wie Biogas, Solarenergie oder Hackschnitzel. Ein eigens dazu entworfenes „Maskottchen“ soll  „kindgerecht und leicht verständlich“ durch die Thematik zu führen.

 

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