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Bischof auf Abschiedstour

4. November 2013

Landesbischof Fischer in HaselHasel (hjh). Die Peterskirche war am Sonntag Mittelpunkt eines denkwürdigen Abschieds: Landesbischof Ulrich Fischer geht im Juni 2014 in den Ruhestand. Deshalb tourt er derzeit durch die 24 Kirchenbezirke, die nach der von ihm zum Amtsantritt vor 16 Jahren initiierten „Strukturreform“ von den bis dahin 30 Bezirken übrig geblieben sind. Mit der Reform glaubt Ulrich Fischer die Landeskirche gut gerüstet für die Zukunft. „Die Strukturen“, sagt er, „sind nun den Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte angepasst.“ Dass ausgerechnet Hasel als Randgemeinde des 2010 fixierten Kirchenbezirks Markgräflerland am südlichsten Zipfel der Landeskirche Baden im Mittelpunkt der Abschiedstournee des Theologen stand, hat Gründe. Dekanin Bärbel Schäfer, die sich von ihrem Dienstherrn mit einem Interview verabschiedete, wies auf einen der gewichtigsten hin: „Wie einst Jesus hat der Bischof immer viel übrig gehabt für die Menschen in den Randgebieten seines Wirkens.“ Das bestätigte Ulrich Fischer nach dem Gottesdienst mit Predigt zum Jubiläum „450 Jahre Heidelberger Katechismus“ beim anschließenden Empfang im Bürgersaal denn auch indirekt mit seinem Schlusssatz: „Es war eine gute Entscheidung, hierher zu kommen in diese Gemeinde inmitten einer traumhaft schönen Landschaft, an die ich mich immer gerne erinnern werde.“

Bürgermeister Helmut Kima hatte den hohen Gast zusammen mit der Flötengruppe „Luscinias“ auf den Festakt zu seinen Ehren eingestimmt, nachdem der den guten Rat von Pfarrer Wolfgang Kammerer befolgt hatte: „Bevor es offiziell losgeht, nehmen sie doch bitte eine kleine Stärkung zu sich“. Einen herzhaften Imbiss, für den die Mitglieder des Frauenvereins mit viel Liebe zum Detail gesorgt hatten. Dem Landesbischof bescheinigte Helmut Kima, der Bürgermeister „des lebendigen Erdmannsdorfes mit Weitblick und Zukunft“, während einer respektabel langen Amtszeit von 16 Jahren „viel, viel Gutes getan“ zu haben. Er freue sich, dass seine Gemeinde einmal „Mittelpunkt und Zentrum einer solchen Veranstaltung“ sein dürfe. Schließlich läge die Kirche, „wie es sich auf Dörfern eigentlich gehört“, nicht nur räumlich dicht neben dem Rathaus. „Auch die Menschen stehen hier dicht beieinander“, betonte Kima und fügte hinzu: „Gerade im ländlichen Raum ist es wichtig, an einem Strang zu ziehen. Dadurch bleibt unser Dorf lebendig und attraktiv.“

Im Dialog mit der Dekanin reihte der Bischof dann die Highlights seiner Amtszeit aneinander. Er erinnerte an den Gospelkirchtag in Karlsruhe, den Katholikentag in Mannheim, der ein „großartiges ökumenisches Erlebnis“ gewesen sei und schließlich auch an den Gottesdienst in Neustadt nach der Brandkatastrophe, bei dem der Bundespräsident eine so überaus beeindruckende und begeisternde Rede gehalten habe.

Ulrich Bischof warb für die „Energiewende, die zur Bewahrung der Schöpfung unverzichtbar“ sei. Und er schilderte seine Erfahrungen auf Reisen durch die dritte Welt, die ihn gelehrt hätten, dass „der Klimawandel auch heute schon viele Menschen tötet.“ Die Reisen nach Indien und Afrika, aber auch in die USA bewirkten in dem Bischof, der die Amtsgeschäfte im ersten Halbjahr 2014 an seinen Nachfolger Jochen Cornelius-Bundschuh übergibt, der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) aber noch weitere eineinhalb Jahre erhalten bleibt, „ein Umdenken in vielen Bereichen des Lebens.“ Alle diese Reisen hätten seinen Horizont „unglaublich erweitert“, beteuerte Ulrich Fischer, der am Ende auch nicht vergaß, für die Jugend im Allgemeinen eine dicke Lanze zu brechen. Für die nämlich sei es „unendlich schwer geworden, Orientierungspunkte für ihr Leben“ zu finden. „Materiell gesehen geht es vielen zwar sehr viel besser als uns damals. Aber ich würde mit keinem heute tauschen wollen“, bekannte Fischer und nahm das Thema gleich auch als Vorschlag für die Arbeit seiner Nachfolger: „Da könnten und müssen wir als Kirche noch sehr viel mehr leisten.“

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