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Jürgen Kammerer gibt den Vorsitz im Verein zur Erhaltung des Schneiderhofs ab

7. April 2017

Martin Kickhöfen (rechts) neuer VorsitzenderEndenburg / Kirchhausen (hjh). 4.500 Besucher ließen im vergangenen Jahr Bertha Schneiders Geist auf sich wirken. 3.300 Erwachsene und 1.150 Kinder, darunter auch zahlreiche Schulklassen waren bei Führungen durch den Schneiderhof und an zahlreichen Aktionstagen wie in den vielen Jahren zuvor begeistert von dem täuschend echten weil authentischen Trip in die Vergangenheit, bei der die Freunde des Bauernhausmuseums die Reiseleitung übernommen hatten. „Es war ein Jahr ohne große Besonderheiten“, sagte der Vereinsvorsitzende Jürgen Kammerer bei der Jahreshauptversammlung am Freitag im „Pflug“ und stapelte vielleicht ein wenig tief, als er „den ganz normalen Betrieb“ der zurückliegenden Monate „mit in über 20 Jahren bewährtem Programm“ zusammen mit Protokollführerin Ruth Noack Revue passieren ließ.

Es war die 32. JHV unter Kammerers Regie. Und es war – seine letzte. „Vor zwei Jahren habe ich angekündigt, dass ich aus gesundheitlichen Gründen aufhören muss“, erinnerte der Vorsitzende an den Beginn seiner endgültig letzten Amtszeit an der Spitze des Vereins, den er federführend mitbegründet hatte. Nun machte er ernst, zumal ein weiterer wichtiger Grund aufzuhören dazu gekommen war: „Es wurde Zeit, einem Jüngeren Platz zu machen“, legte er nach und betonte, dass ihm der Rücktritt nicht mehr ganz so schwerfalle, weil er „einen guten Mann als Nachfolger“ habe gewinnen können: Martin Kickhöfen, seinen bisherigen Stellvertreter und damit „ebenfalls einen Mann der ersten Stunde.“ Und der wurde in geheimer Wahl mit der Traumquote 100 Prozent ebenso gewählt wie der neue zweite Vorsitzende, der für ihn nachrücken durfte: „Willibald Kerscher“, dem Jürgen Kammerer bescheinigte, seit vielen Jahren mit dem Schneiderhof eng verbunden zu sein. Außerdem seien Kerschers Kontakte zur Gemeinde und zum Landkreis nicht zu verachten, fand Kammerer, dessen Verein unter einem schmerzhaften Rückgang der Besucherzahlen zu leiden hatte. Ursache dafür sei die Vollsperrung der Straße zwischen Hofen und Kirchhausen gewesen, betonten die Freunde des Bauernhofmuseums, deren Kassierer Rudi Schneider aus diesem Grund ein nach obligatorischen Abschreibungen ein bereinigtes Minus von 3.780 Euro zu verbuchen hatte.

Martin Kickhöfen versicherte, dass er sich auch in Kammerers großen Fußstapfen wohl fühlen werde. Schließlich habe „Joe“ seine Mithilfe zugesagt, die er übrigens als frisch gebackener Ehrenpräsident des Vereins leisten kann, der ihm seine enormen Verdienste um den Schneiderhof hoch anzurechnen versprach. Kickhöfen sieht es als seine Aufgabe, „den Verein auf sicheren Beinen weiterzuführen, zu versuchen, die Besucherzahlen konstant zu halten oder auszubauen und so die Existenz des Bauernhauses dauerhaft zu sichern.“ Damit steht auch künftigen Führungen und den monatlichen Aktionstagen nichts im Weg. Es dürfte alles im gleichen Umfang weiterlaufen wie im Jahr 2016, in dem es 22 Trauungen auf dem Hof, davon elf unter den ausladenden Ästen der alten Linde gegeben hat und die „Hocks bei Berthe“ sowie die „Speckseminare“die Renner waren. Von vielen Seiten sei das Schneiderhofprojekt für den „Erhalt der Geschichte des Brauchtums“ gewürdigt. Das Museum wurde im Wiesentalfilm gezeigt und unter Einsatz vieler Arbeitsstunden auf Vordermann gebracht, sagte Ruth Noack.

Wahlen

Einstimmig gewählt wurde wie erwähnt Martin Kickhöfen als Nachfolger von Jürgen Kammerer. Willibald Kerscher ist als zweiter Vorsitzender neu im Vorstand, zu dem weiterhin Schriftführerin Gerlinde Fels, Kassierer Rudi Schneider sowie die Beisitzer Harald Klemm und Heidrun Höfle zählen, nachdem letztere sich im zweiten (geheimen) Wahlgang gegen ihre ebenfalls vorgeschlagene Konkurrentin Monika Haller durchsetzen konnte. Reinhard Jaksch wird die Kasse prüfen.

Abschied

„Joes unvorstellbares Engagement für den Schneiderhof in über 30 Jahren“ würdigte am Ende Martin Kickhöfen „in Anerkennung der Verdienste von Jürgen Kammerer mit der Ernennung zum Ehrenpräsident. „Die letzten 30 Jahre am Schneiderhof sind eindeutig geprägt vom Joe. Natürlich war auch er immer auf Helfer angewiesen. Aber ohne jeden Zweifel war er die Triebfeder, er war derjenige, der über drei Jahrzehnte alles Herzblut in dieses Haus hineingesteckt hat und das – und dafür bin ich ihm unendlich dankbar – das auch in Zukunft ganz sicher tun wird“, sagte der neue Vorsitzende. Kammerer darf sich nun ein Bäumchen pflanzen, das er von seinem Verein geschenkt bekam. „E bissle sprachlos“ freute er sich „ungemein“ über die Ehrung. Es sei ihm nicht leichtgefallen, vom Amt zurückzutreten. Aber seit ihm klar war, dass Kickhöfen sein Amt übernehmen werde und Willibald Kerscher signalisierte, dem neuen Vorsitzenden zur Seite zu stehen, wurde es mir immer leichter“, gab Kammerer zu und wies darauf hin, dass den beiden ja immer noch ein erfahrenes Team zur Seite stehe. Damit, so Kammerer, „kann eigentlich gar nichts schiefgehen.

 

Die nächsten Aktionen (Änderungen vorbehalten)

 

Mai: Backtag bei Berta (Ruth Noack)

Juni: Körbe flechten und Reisig-Besen (für Kinder) binden (Fritz Brendlin und Jürgen Kammerer)

Juli: Seegrasseile drehen und Nägel schmieden (Jürgen Kammerer und Günter Wasmer)

August: Weckli backe, Anke mache und Guetseli koche (Veronika Kammerer)

September: Vom Flachs zum Leinenhemd (Ruth Noack)

Oktober: Schwarzwälder un Linzer mit Kaffi un Schoki (Gerda Oßwald und Veronika Kammerer)

November: Vom Strohhalm zum Schuh (Gerda Oßwald)

Dezember: Schnaps brenne und probiere und Chrättimänner bache (Karlheinz Fünfschilling, Rolf Berner und Veronika Kammerer)

Den aktuellen Stand der Termine erfahren Interessenten über die Webseite http://www.bauernhausmuseum-schneiderhof.de oder über die Tagespresse.

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