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Geteilte Freude ist doppelte Freude: Zwei Hochkaräter im Boot

9. April 2017

Uehlin als Basler TrommlerSchopfheim (hjh). Das nennt man wohl einen gelungenen Start ins Blasmusikjahr 2017: Die Stadtmusik hatte ihre Freunde und Fans am Samstag zum Frühlingskonzert in die Stadthalle eingeladen. Und da doppelt genäht besser hält oder geteilte Freude am Ende doppelte Freude ist, nahm Peter Bühlers Team mit dem Musikverein Egringen einen weiteren Hochkaräter mit ins Boot. Das zahlte sich aus. Obwohl die Lücken an den Tischen im Saal nachdenklich stimmen mussten und beim einen oder anderen Musikanten des Gastgeber-Orchesters auch tatsächlich für so etwas wie „Fremdschämen“ sorgte, weil sie sich von den eigenen Mitgliedern im Stich gelassen fühlen mussten, gabs für die Gäste im Saal nach zwei überaus bemerkenswerten Konzert-Teilen unter der Leitung von Joachim Wendland und Miguel Etchegoncleay kaum noch ein Halten: Mit rhythmischem Beifall belohnten die begeisterten Zuhörer, die schon bei ihrem Eintreffen mit einschmeichelnder Musik quasi „vorgeglüht“ wurden vom swingenden und singenden Quartett Martin Schütz (Piano), Wolfgang Lehmann (Bass), Werner Ühlin (Schlagzeug) und „Tomoko“ (Gesang) toll gespielte Stücke aus den Federn mehr oder weniger bekannter Komponisten und Arrangeure aus der wundervollen Welt der Blasmusik.

Die Schopfheimer zündeten Teil eins des Feuerwerks mit dem „Concert Prelude“ von Philipp Sparke und gaben schon da ihre Richtung und die Marschroute ihres Dirigenten vor, die auch Trump hätte gefallen können: „Amerika first!“ Das galt für die 3500 Kilometer lange Wanderstrecke in Nordamerika, die Wendlands Musikanten und Philipp Grether als Trompetensolist mit der „Appalachian Overture“ von James Barnes in sieben Minuten bewältigte und selbstverständlich auch im „Güggeli“-Blues-Klassiker „The Chicken“ von Alfred James Ellis und Jaco Pastorius, in dem sich u.a. der exzellente Stadtmusiksolist Erwin Lenz hervorragend zu profilieren verstand.

Auf eine beswingte Reise durchs „Dixie“-Land wurde das Publikum vom Quintett Thomas Schulz, Björn Hagist, Jörg Wendland, Philipp Grether und Stefan Bartsch mitgenommen. „That’s A Plenty“ von Henry S. Creamer und Bert Williams ist zwar etwas in die Jahre gekommen, erhielt seine „Jugend“ in Luther Hendersons Arrangement ein gutes stückweit zurück und kam deshalb ebenso gut an im Saal wie das „Glenn-Miller in Concert“-Medley, das nicht nur viel Bewegung ins Orchester, sondern auch in die Tischreihen brachte, ehe der „Wettstein-Marsch“ des Schweizers Hermann Suter so etwas wie im Gleichschritt hinter Trommler Werner Ühlin her zur lautstark geforderten Zugabe und dann in die Pause führte.

Es schien, als habe der Stadtmusik die gelockerte Leine unter Joachim Wendland gutgetan. Täuschte der Eindruck, oder taten neu gewonnene Freiheiten dem Spiel um tanzende Noten tatsächlich gut? Oder hatte Joachim Wendland mit seiner Auswahl an ungewöhnlicher Blasmusik einfach „nur“ Glück, das Glück des Tüchtigen? Schade, dass sich nach diesem Abend nicht mehr Freunde der Stadtmusik ein Urteil darüber bilden können. Schade auch, dass sie nicht in den Genuss der verbindenden Worte des Moderators Steffen Artmann kamen, der mit seinen Erklärungen auch verbal immer den richtigen, mit viel Humor gewürzten Ton gefunden hat. Und schade schließlich noch, dass dem Musikverein Egringen ein „full house“ vergönnt geblieben ist. Denn auch Miguel Etchegoncleays Schützlinge aus dem Markgräflerland, von denen sich die Schopfheimer beim Lindenfest 2016 auf dem Marktplatz schon einmal begeistern ließen, hätten einen voll besetzten Saal verdient gehabt, als sie mit „Kaiserin Sissi“ (Timo Dellweg), der „Procession of the Sardar“, einem Georgischen Volkslied in vier Sätzen von Ippolitov Ivanov oder mit den „Pictures of the Long Valley“ des Schweizers Christoph Walter ihre Zuhörerinnen und Zuhörer beeindruckten und die Herzen der Gäste unterm Kupferdach mit dem „Persian Dance Nr. 1“ von Amir Molookpour sowie Paul Linkes Gassenhauer „Berliner Luft“ so nachhaltig im Sturm eroberten, dass eine um die andere Zugabe nötig war, um die Wogen für einen gesicherten Heimweg wenigstens einigermaßen wieder zu glätten.

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