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Adventsnachmittag des evangelischen Krankenpflegevereins Hüsingen

10. Dezember 2017

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Steinen-Hüsingen (W/VW). Liebevoll dekoriert präsentierte sich die Hüsinger Gemeindehalle zum Adventsnachmittag des Krankenpflegevereins für Bürgerinnen und Bürger ab 60 Jahren. Sonja Kuder, die erste Vorsitzende freute sich, als besondere Gäste Pfarrer Dr. Jochen Eber von der Margarethengemeinde, Ortsvorsteher Holger Sutter und Uli Führe, Komponist, Liedermacher und vor allem Fachmann der Alemannischen Sprache zu begrüßen. Pfarrer Eber sprach in seiner Andacht die Wichtigkeit von Wiederholungen an. Jedes Jahr wird die Weihnachtsgeschichte wiederholt, auch im Glauben werden wir jedes Jahr erinnert und können es uns neu einprägen. Ortsvorsteher Holger Sutter dankte den Frauen des Krankenpflegevereins für ihre Mühe und die liebevolle Vorbereitung und Gestaltung des Adventskaffees. Mit Uli Führe durften die Senioren ein paar Lieder singen.

Er stellte fest, dass vor allem die ältesten Lieder bekannt sind und mitgesungen werden konnten: „Es kommt ein Schiff geladen“, eines davon und zum Abschluss des Nachmittagsprogramms: „Maria durch ein‘ Dornwald ging“. Dazwischen galt es auch aufzupassen, denn Führe berichtete viel Wissenswertes, Ernstes und Witziges zur alemannischen Sprache. Er schwärmte so richtig: „Die arme Hochdütsche chönne kei alemannisch“. Dass über zehn Millionen Menschen auf der Welt Alemannisch sprechen, außer in Deutschland noch der Schweiz, Vorarlberg, erstaunte die Gäste. Die Schwaben wissen gar nicht, dass sie auch alemannisch sprechen. Auch den Schweizern fällt es oft schwer, das zu glauben, sie reden ja „Schwitzerdütsch“. Auch wurden gleiche Lieder in verschiedenen Ländern unterschiedlich verstanden.

„In Mueders Stübeli“ ist in Deutschland eher als kuscheliges Heimatlied zu hören, während en Frankreich der Text unter dem Titel „Bättelliad“ der Not der armen Leute gewidmet war. Und mitnichten wurden Speck und Ank (Butter) in den Sack gesteckt, sondern Speck und Rank (Ränke Brot). Wer wollte denn Speck und Butter zusammen essen, das Brot war zu der damaligen Zeit wichtiger. Aus dem Vorarlberg sang er die Version „I ha e Männdli des will it schaffe, jetz miemer bättle goh, was will me mache“. So erhielten die Hüsinger Senioren einen richtigen Vortrag zu ihrer Sprache, die kulturelles Gut ist und an die Nachkommen weitergegeben werden soll. Warum sagen wir denn Baby, wenn doch „Buscheli“ so herzig ist? „Schwätzet uf de Stroß und am Tisch, wie euch de Schnabel gwachse isch“. Aus alter Zeit brachte Uli Führe ein Instrument mit, das keiner der Hüsinger kannte: Ein Dulcimer, Vorreiter der Zither, dessen Klang ebenso gefiel wie die Vorträge, die er mit seiner Gitarre brachte. Außer den bekannten Mundart- und Adventsliedern brachte er auch sein „Uli-Führe-Programm“ mit. Daraus berichtete er, dass er „ussem Schöpfli-Katalog 57“ bestellt wurde, also in Haagen aufgewachsen war, mittlerweile lebt er im Dreisamtal.

Bei dem Lied vom Gerücht mit Diddi und seinem Chevrolet Corvette hatte er die Lacher auf seiner Seite. Man erfuhr dabei auf humorvolle Weise, was man alles so hört, wenn man eine betroffene Person nicht selber fragt. Eifriges Kopfnicken der Gäste bei „Die Sekte mit de Gsänkte Chöpf“, da waren sich wohl viele einig darüber, was er über die – nicht nur jungen – Leute sang, wie sie handywischend die Straße queren oder in der Bahn sitzen und nicht ansprechbar sind. Er kam an beim Publikum in Hüsingen, wo er noch nie zuvor war, gut, dass er endlich einmal eingeladen wurde von den Damen des Krankenpflegevereins. So bewunderte er auch deren hervorragendes Kuchenbuffet und die Gastfreundschaft, durfte er doch – wie die anderen Senioren (Entschuldigung Uli, alli ab 60 sin iglade gsi) – auch eine Wärmflasche und einen Grättimaa mit nach Hause nehmen.

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