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Unheilbar kranke Chaoten: Viel Arbeit für die Polizei anlässlich des Fußball-Derby Freiburg – Stuttgart in Freiburg

17. März 2018

Freiburg (ots) – Stuttgart/Freiburg – Am Freitag, 16.03.2018, fand im Freiburger Schwarzwaldstadion die Fußballbegegnung der 1.

Fußballbundesliga der Saison 2017/2018 SC Freiburg – VfB Stuttgart statt. Zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit war die Polizei im Einsatz und führte bereits vor dem Spiel Kontrollen durch.

So wurden bereits in Stuttgart rund 150 Stuttgarter Ultras von Einsatzkräften des Polizeipräsidiums Stuttgart in drei Reisebussen gestoppt und kontrolliert. Näheres hierzu kann der unten angefügten Pressemeldung des Polizeipräsidiums Stuttgart vom 16.03.2018 entnommen werden. Da die Polizei in den Bussen insgesamt sechs Personen feststellte, gegen welche die Stadt Freiburg aufgrund von Gewaltdelikten in der Vergangenheit ein Aufenthaltsverbot für das Stadtgebiet Freiburg zum Spiel gegen Stuttgart verfügt hatte, wurde diesen Personen untersagt, nach Freiburg zu reisen. Gegen weitere fünf Personen sprach die Polizei Stuttgart auf Entscheidung der Freiburger Polizei aufgrund der Kontrollerkenntnisse zusätzlich ein Aufenthaltsverbot für das Stadtgebiet Freiburg aus. Auch diese Personen reisten nicht nach Freiburg.

Aus den in der unten angefügten Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Stuttgart vom 16.03.2018 dargestellten Gründen wurden bei verschiedenen Kontrollen in Freiburg weitere rund 130 Personen der Stuttgarter Ultraszene vor dem Anpfiff in Freiburg durch Einsatzkräfte gestoppt und kontrolliert. Auch bei diesen Kontrollen konnten weitere zwei Gewalttäter (Bremen-Spiel, siehe Pressebericht

Stuttgart) identifiziert werden. Weiterhin wurden diverse Rauschgiftdelikte festgestellt.

Vor, während und nach dem Spiel kam es von Freiburgern und Stuttgartern zu zahlreichen Einzeldelikten, insbesondere Körperverletzungen und Sachbeschädigungen an Fahrzeugen von Stuttgarter Fans. Der Großteil der Straftäter konnte dabei durch die Polizei dingfest gemacht werden.

Während die Stuttgarter Ultras, die nach den Kontrollen mit ihren Fahrzeugen vor dem Gästeeingang gesammelt wurden, ohne weitere Störungen nach dem Spiel die Heimreise antraten, mussten die polizeilichen Einsatzkräfte im Rahmen der Fantrennungsmaßnahmen eine dreistellige Anzahl Freiburger Ultras davon abhalten, an Stuttgarter Fanbusse heranzukommen. In diesem Zusammenhang schlug ein Freiburger Ultra die Seitenscheibe eines Fahrzeuges ein, wodurch der Beifahrer im Gesicht Schnittverletzungen durch die Splitter erlitt.

Sachdienliche Hinweise zur Aufklärung dieser Straftat nimmt das Polizeirevier Freiburg-Süd unter der Durchwahl 0761 882 4421 rund um die Uhr entgegen.

gw/dk

Pressebericht des Polizeipräsidiums Stuttgart vom 16.03.2018:

POL-S: Stuttgarter Ultras kontrolliert

Stuttgart-Bad Cannstatt (ots) – Einsatzkräfte der Polizei haben am

Freitagnachmittag (16.03.2018) vor dem Bundesligaspiel SC Freiburg

gegen VfB Stuttgart in der Mercedesstraße in Stuttgart drei

Reisebusse mit Stuttgarter Ultras gestoppt und zahlreiche Personen

kontrolliert. Hintergrund der Kontrollen waren insbesondere mehrere

Gewalttaten, die in den letzten Wochen und Monaten bei Heim- und

Auswärtsspielen aus Stuttgarter Ultragruppen heraus begangen worden

sind. So griffen einige von ihnen während des Rückmarsches nach dem

Heimspiel des VfB Stuttgart gegen Eintracht Frankfurt in der

Mercedesstraße einen Frankfurter Gästefan an und schlugen so heftig

auf ihn ein, dass er in einem Krankenhaus behandelt werden musste;

die Täter tauchten unerkannt im Fanmarsch der Ultras unter. Beim

Auswärtsspiel in Bremen versuchten zirka 100 der mitgereisten

Stuttgarter Ultras eine Gruppierung der Bremer Ultras anzugreifen.

Polizeibeamten gelang es, körperliche Auseinandersetzungen zu

unterbinden. Aus den Ultragruppierungen heraus wurden Diensthunde

getreten und Absperrgitter in Richtung der Dienstpferde geworfen.

Drei Polizeibeamte erlitten dabei Verletzungen. Beim letzten

Aufeinandertreffen zwischen dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg am

29. September 2017 griff eine zirka 150-köpfige vermummte Stuttgarter

Ultragruppe einen Gästefanbus des SC Freiburg an. Dabei gingen

Fensterscheiben des Busses zu Bruch. Die Insassen aus dem Raum

Freiburg konnten den Bus damals nur unter dem Schutz einer sofort

hinzugezogenen Hundertschaft der Polizei verlassen. Daraufhin

flüchtete ein Teil der Gruppierung wieder in Richtung des Stadions.

Durch die heutige Kontrolle und die Identitätsfeststellungen wird es

für die Ultras künftig schwieriger sein, Straftaten aus der

Anonymität heraus zu begehen und im Schutz der Masse wieder zu

verschwinden. Außerdem ist zu erwarten, dass Tatverdächtige aus

zurückliegenden Gewalttaten identifiziert und zur Verantwortung

gezogen werden können. So sind vor kurzem beim Spiel gegen Eintracht

Frankfurt im Block der Heimfans Rauchpulver sowie zahllose Bengalos

gezündet worden. Einige Personen haben dabei unterstützt (siehe

unsere Pressemitteilung vom 24.02.2018). Beamten der Kriminalpolizei

war es vor der heutigen Kontrolle gelungen, acht Personen zu

ermitteln, die im Verdacht stehen, Unterstützer beim Abbrennen der

umfangreichen Pyrotechnik gewesen zu sein. Die acht Verdächtigen

hielten Transparente hoch und ermöglichten so den Hauptakteuren,

dahinter unentdeckt das Rauchpulver bzw. die Bengalos zu zünden.

Gegen die Personen wird jetzt wegen des Verdachts der versuchten

gefährlichen Körperverletzung sowie des Verstoßes gegen das

Sprengstoffgesetz bzw. der Beihilfe zu diesen Straftaten ermittelt.

Die Ermittlungen dazu, insbesondere die Zuordnung der einzelnen

Straftaten zu nun namentlich bekannten Personen, dauern an. Alle

identifizierten Personen werden angezeigt und müssen mit

empfindlichen Geld- oder gar Bewährungsstrafen rechnen. Bei den

durchgeführten Kontrollen, die gegen 15.20 Uhr begannen, hat die

Polizei insgesamt fast 150 Personen überprüft. Die Polizeibeamten

erkannten sieben Businsassen im Alter zwischen 21 und 36 als

Gewalttäter beim Bremen-Spiel wieder und identifizierten sie. Bei der

groß angelegten Kontrolle beschlagnahmten die Einsatzkräfte

Sturmhauben, die als Vermummungsmaterial dienen können und ein

sogenanntes Einhandmesser. Pyrotechnik wurde nicht aufgefunden,

jedoch zwei Päckchen mit Betäubungsmittel. Gegen insgesamt fünf

Personen verfügte die Freiburger Polizei nach dem sofortigen

Informationsaustausch mit den Stuttgarter Kollegen ein

Aufenthaltsverbot für die Stadt Freiburg. Die Busse und ihre

Fahrgäste konnten nach der Kontrolle gegen 18.15 Uhr weiter nach

Freiburg fahren.

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