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Bannwanderung Gemarkungsgrenze zwischen Höllstein und Hüsingen

2. Juni 2018

P1140081Steinen-Hüsingen (W oder VW). Knapp fünfzig Interessierte trafen sich zur Bannwanderung zwischen Höllstein und Hüsingen am Altweg oberhalb der Wiesentalhalle. Ortsvorsteher Holger Sutter freute sich, neben Ortschafts- und Gemeinderäten auch Bürgerinnen und Bürger aus Endenburg, Höllstein und Maulburg begrüßen zu dürfen. Er hätte sich mehr Beteiligung von Höllsteiner Bürgern erhofft, wo es doch um die Gemarkungsgrenzen ihres Ortsteils ging. Doch wer weiß, vielleicht kennen die meisten ja diese… Auch die Hüsinger Jagdpächter trafen ein, für sie ist die Gemarkungsgrenze genauso wichtig wie für die Gemeinde. Die Jäger müssen vermeiden, Wild auf der Gemarkung anderer Gemeinden zu schießen.

Eigentlich beginnt die Grenze mitten im Fluss Wiese, so Sutter. Doch um keine nassen Füße zu bekommen, hatte er den Start nicht dort angesetzt. Das Klärwerk und ein Teil der DPD-Anlage stehen auf der Hüsinger Gemarkung, dem Gewann „Grienern“. Früher gehörte auch der Bahnhof P1140088dazu. Unbestätigte Quellen sagen sogar, dass die Grenze bis zur Sparkasse in Steinen verlief. Tiefster Punkt Hüsingens ist mit 320 Metern beim „Blinzgraben“. Den höchsten Punkt konnte man heute nicht besuchen, er liegt auf der anderen Seite der Wiese, im „Hinterwald“, wo Hüsingen Gemarkungsflächen hat und ist 620 Meter hoch bei der „Drehscheibe“. Das wird sicher eine weitere interessante Bannwanderung, versprach Ortsvorsteher Holger Sutter. Heute wanderte die 50-köpfige Gruppe (Hunde mit einberechnet) über Stock und Stein durch den Wald über die „Niedere Halde“ und die „Altweghalde“, immer entlang der Gemarkungsgrenze: „links isch Höllschte, rächts isch Hüsige“ nach oben zum Bergsattel. Eine Alpakaherde kam neugierig näher beim Gewann „Lieberste“. Diesen Weg gingen früher die Buben und Mädchen nach Höllstein zur Schule. Über den „Rostacker“ ging es zum „Runigraben“. Auf dem Bänkchen saßen die Leute noch in Hüsingen, kurz vor den Füßen war man wieder in Höllstein. Aus Archivbeständen, zum Teil in Altdeutscher Schrift notiert, hatte Holger Sutters Frau Sabine P1140104recherchiert und entdeckt, dass die Gemarkungsgrenzen bis 1870 in gerader Linie verliefen. Wohl damit die Besitztümer nicht durch Grenzen abgeschnitten wurden, änderte man den Verlauf nach dieser Zeit. Das „Vorder Halt“ und „Hinter Halt“ sind Höllsteiner Gemarkungen. Weitere Gewannnamen sind „Metzgerboden“, „Oberweg“, „Lichsacker“ – wo noch die alte Wasserleitung von Höllstein nach Hüsingen liegt und „Fahrn“, wo die Grenze zwischen Höllstein und Hüsingen zwischen einer Landschaftsgärtnerei verläuft. Bei der „Fahrnhalde“ ging es ein kurzes Stück steil bergab – direkt auf den Verpflegungswagen der Hüsinger Feuerwehr zu, wo Kommandant Stefan Wellinger und Rolf Kuder für die Bewirtung der hungrigen und durstigen Grenzbegeher sorgten.

Hier war man bereits an der Grenze zu Maulburg und somit im „Dreiländereck“ der Gemarkungen Hüsingen, Höllstein und Maulburg.

Ein Fläschchen Feuerwasser konnte gewonnen werden, wer den Höhenunterschied zwischen der niedrigsten und der höchsten Stelle der Hüsinger Gemarkung erriet. Erstaunlicherweise waren dies nicht zwei „Ur-Hüsingerinnen“, sondern zwei „Zugezogene“, die nun das gesunde Tröpfchen genießen dürfen: Sabrina Treiling und Anita Kaltenbach. Gemütlich klang die Bannwanderung noch auf freiem Feld und bei schönem Wetter aus. Als später der Regen kam, waren alle wieder wohlbehalten zuhause.

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