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Neujahrsempfang 2019 in Hüsingen

6. Januar 2019

P1150909Steinen-Hüsingen (VW oder W). Ein buntes Publikum gesellte sich zum Neujahrsempfang in der Hüsinger Halle, zu dem Ortsvorsteher Holger Sutter eingeladen hatte. Beim Stehempfang zu Beginn wurden schon die besonderen Gäste ausgemacht. Neben Gemeinderätinnen und -räten Gabriele Kaiser-Bühler, Gudrun Roser, Rudi Steck, Erwin Sturm und Dietmar Ernst durfte Sutter auch die Hüsinger Jagdpächter Dietmar Kessler und Martin Dett und die Jagdpächterin vom Hinterwald „äne an den Wiese“, Melanie Kähny, begrüßen. Bürgermeister Gunter Braun stieß nach einem anderen Termin im Anschluss zum gemütlichen Umtrunk der Hüsinger dazu. Überdies freute Sutter das Interesse einiger „Neubürgerinnen und -bürger“, denen er insbesondere den Jahresrückblick widmete. Zeige er doch das Leben im neuen Wohnort und lade ein zum Mitmachen und Sich-Einbringen.

Rückblick

In einer Bildpräsentation, gestaltet zusammen mit Sekretärin Siegi Rümmele und Ehemann Mike, hielt der Ortsvorsteher Rückschau auf die Aktivitäten im Dorf. Musikalische Erinnerungen hatte der Männerchor des Gesangvereins Hüsingen unter Leitung von Dieter Waibel parat, der passend zu den Gegebenheiten und dazugehörigen Fotos sein Liedgut präsentierte. So beim „Winterzauber“ mit „Wochenend und Sonnenschein“ oder bei der verschneiten Holzversteigerung, wo immer Werbung in P1150913eigener Sache gemacht wird mit „E rächte Ma vo Wält“ – dieser soll doch in die Singstunden kommen, wie der Dirigent als Solist einlädt: „Und wenn du denksch e sone Männerchor des isch doch nit de Hit, no chumm am Dunnschtig in d’Singstund und sing mit“. Auch das in zweijährigem Rhythmus veranstaltete Rebenfest des Gesangvereins war ein voller Erfolg.

Noch in den Knochen sitzt der Großbrand beim landwirtschaftlichen Anwesen der Familie Kuder fast der gesamten Bevölkerung. Er habe außer dem Ortsbild vor allem das Leben der Familie radikal verändert. Lobenswert das hervorragende Zusammenspiel der Einsatzkräfte und der Bevölkerung, die sich um die Verpflegung der Feuerwehrleute und anderer Helfer kümmerte. „So ne Solidarität zeichnet e guet funktionierendi Dorfgemeinschaft us. Viele Dank!“. Fast alle Festivitäten wie Waldfeste, Pfingstgottesdienst oder Maischenke waren von schönem Wetter gekrönt. Auch die Bannwanderung entlang der Gemarkungsgrenzen Höllstein-Hüsingen. Weitere Höhepunkte waren der anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Jugendfeuerwehr Hüsingen veranstaltete Spiellauf mit Jugendwehren des gesamten Landkreises und das Alterstreffen des Markgräfler Hochrhein-Turngaus auf dem Müsler. Etwas Neues hat sich der Krankenpflegeverein einfallen lassen: Statt des traditionellen Altennachmittags im Advent luden die Vorstandsfrauen zum Theaternachmittag für alle Bürgerinnen und Bürger ein, der sehr lustig und unterhaltsam war. Schade war nur, dass viele Plätze frei geblieben sind. Sutter bedauerte sehr, dass viele Leute nicht annehmen, was die Vereine der Bevölkerung bieten.

Tatkräftigen Einsatz boten auch die Ortschaftsräte, die mit Hilfe von Gemeinderat und Ex-Ortsvorsteher Erwin Sturm und dessen Sohn und Landschaftsgärtner Patrick neue Verbundsteine auf dem Friedhof verlegten. Interesse zeigte der Ortschaftsrat an den Sanierungsarbeiten am Hochbehälter durch einen Besuch. Aus hygienischen Gründen werden die beiden Wasserkammern mit PE-Kunststoff ausgekleidet sowie das Be- und Entlüftungssystem und Rohrleitungssystem der Vorkammern erneuert. Bis Sommer 2019 werden beide Kammern saniert sein.

Unzufrieden ist das Dorfoberhaupt noch mit dem Fortschritt des Breitband-Ausbaus. „Ich mueß au sage, dass die viele halb fertige Absätz in de Stroße ganz schön nervig sin“. Geplant ist, dass am 23. Januar die Gräben in einigen Straßen komplett und ordentlich geschlossen werden und ab März die Erschließung des gesamten Dorfes erfolgen soll.

Nicht klein beigeben werde er beim Thema Tempo 30 vor dem Kinderspielplatz und der Gemeindehalle. Dieses besteht nur unter Vorgabe von Kernzeiten des Kindergartens. Die Genehmigungsbehörde des Landratsamts „ignoriert eifach, dass de Spielplatz vorem Chindergarte öffentlich isch und au obends und am Wucheänd g´nutzt werde cha“. Sutter zeigte Beispiele auf, wie es in Ortschafen der großen Kreisstädte Lörrach, Rheinfelden und Weil funktionieren kann.

P1150944Weiteren Unmut bereitet Holger Sutter die Neuordnung der Hallengebühren, die durch die Gemeinde veranlasst werden soll. Er sieht ein, dass Gebühren für Fremdvermietungen erhöht werden müssen, doch nicht, dass die Vereine höhere Mieten zahlen sollen und überdies alle Hallen gleichbehandelt werden. Keine der Hallen ist gleichgroß oder auf demselben Renovierungsstand. Gerade in den Ortsteilen beteiligten sich die Vereine ganz unterschiedlich an Bautätigkeiten oder Anschaffungen und Pflege. Dies sollte berücksichtigt werden, wenn man das bürgerschaftliche Engagement nicht mit Füßen treten wolle. Zudem können sich kleine Vereine auf den Dörfern diese Miete finanziell nicht leisten. Sutter wird bei den Beratungen in diesem Jahr diese Standpunkte vertreten.

Zahlreiche Dankesworte fand der Ortsvorsteher. Viele Bürger bringen sich unentgeltlich und ehrenamtlich im Dorf ein. Neben Vereinen und Feuerwehr auch Einzelpersonen, die sich um verschiedenes kümmern, so Elke Rapp und Stefan Wellinger, die die Blumen an den Ortseingangstafeln pflegen, Annemarie Eiche, die den Sternenbrunnen mit Blumen verschönert, den Brunnenputzern Hans-Dieter Kiefer, Horst Fischer und Oliver Semling und Egon Winter, der von Zeit zu Zeit den Müll entlang des Altwegs und der Adelhauser Straße einsammelt. „Er isch e Beispiel dodefür, dass wirklich jede sie Bitrag für d´Allgemeinheit leischte cha, wenn er nur will.“ Für Horst Fischer, der aus gesundheitlichen Gründen den Hinterdorfbrunnen nicht mehr putzen kann, sucht Sutter jemanden, der Lust hat, sich in die Reihe der Brunnenputzer einzuklinken. Allen, die das Brauchtum im Dorf pflegen sprach er seinen Dank aus, ebenso den Hüsinger Ortschaftsräten, den Gemeinderäten und der gesamten Verwaltung für die gute Zusammenarbeit. Namentlich bedankte er sich beim neuen Werkhofleiter, Jürgen Zieringer, der seine Anliegen mit den Mitarbeitern umgehend und in bester Qualität umsetzt. Schlussendlich Hallenwart David Heinke und Siegi Rümmele, seiner rechten Hand auf der Ortsverwaltung für die sehr gute Zusammenarbeit.

Einen Appell wollte er noch loswerden: „Schwätzet alemannisch mitenader und mit eure Chinder!“ Er stellt fest, dass Kinder, deren Eltern alemannisch reden, plötzlich anfangen hochdeutsch zu sprechen und vermutet, dass das von Kindergärten und Schulen gewollt ist. „Mir stelle sich do alli Nackehoor z’Berg“. Dialekt ist Identität und Kultur eines Landes. Im Elsass sei man wieder dabei, an Grundschulen Elsässer-Dütsch zu lehren und in der Schweiz ist Einstellungsbedingung für Erzieher-/innen, dass Schwyzerdütsch beherrscht wird. Er habe in seinem Leben unter hochdeutsch redenden Leuten schon „chrütz dummi Sieche“ und „cheibe-gscheiti“ Alemanne erlebt. Also habe der Dialekt keinen Einfluss auf die Intelligenz, ist er überzeugt.

Wünsche

Allen 594 Einwohnern Hüsingens wünschte Ortsvorsteher Holger Sutter alles Gute, Glück, Gesundheit und Gottes Segen für das Jahr 2019.

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