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Grüne im Gespräch mit Vereinen–Investitionen im Bereich der Kinderbetreuung auch auf lokaler Ebene

8. Mai 2019

(ein Bericht der Ortsgruppe Schopfheim über eine Wahlveranstaltung, eingereicht von Felix Straub)

1920px-Buendnis_90_GrueneDie Grünen haben in den letzten Jahren im Bundesland Baden-Württemberg die Investitionen im Bereich der Kinderbetreuung und Erziehung stark angehoben. Um den Status auf lokaler Ebene kennenzulernen, suchten die Schopfheimer Grünen das Gespräch mit dem Kinderschutzbund in Schopfheim. Als Vertreter der Grünen waren Gemeinderats- und Kreistagskandidat Felix Straub und Heinrich Ehrmann, ebenfalls Kreistagskandidat, da.

Nach einer Vorstellungsrunde informierte der Kinderschutzbund über seinen Verein. Die erste Vorsitzende Heidi Schmieding erklärte zunächst, dass ihr Ortsverband mit ca. 119 Mitarbeitenden, (Honorarkräften und Ehrenamtlichen) der größte im Landkreis sei. Deswegen ist die Professionalisierung und stetige Weiterbildung für die Helfer und Angestellten wichtig . Kirsten Trefzger organisiert unter anderem die Ausbildung und Koordination der Tagesmütter/väter. Angelika Wolfram-Daub, welche auch für die Grünen kandidiert, hat früher selbst als Tagesmutter gearbeitet und Ihre Erfahrung in das Programm der Grünen eingebracht. Die Schatzmeisterin Angelika Büchele stellte kurz die verschiedenen Projekte vor, welche zum Teil von Landkreis, Stadt, Jugendhilfe und durch Spenden finanziert werden. Die weitere Förderung durch die Stadt und den Kreis ist für die Grünen unabdingbar. Der 2. Vorsitzende Frank Breipohl ergänzte, dass der Kinder Schutz Bund ein gut aufgestellter Ortsverband sei. Kritik äußerte er am immer weniger werdenden bezahlbaren Wohnraum und der Abnahme von guten Spielplätzen. Dem konnten die Gesprächsteilnehmer*innen nur zustimmen, denn angesichts der vielen Neubauten in Schopfheim werden zu wenige Sozialwohnungen gebaut.

Die Geschäftsführerin Frau Homberger stellte die Hausaufgabenbetreuung und Sprachförderung vor, welche der Kinderschutzbund in allen Grundschulen macht. Gerne würden Sie noch mehr mit den Schulen kooperieren, was aber an bürokratischen Hürden scheitert. Hier möchten sich die Grünen dafür einsetzten, dass dem Engagement nichts im Wege steht. Auch die momentane Lage durch den Ausfall des katholischen Horts wurde von Herr Straub angesprochen und Anja Sethmann-Laudert vom Kinderschutzbund erklärte, dass Sie eine solche Lücke auch nicht kurzfristig füllen können. Herr Straub fragte wie es mit sogenannten "TigeR"-Modell (Tagesmütter/väter in geeigneten externen Räumen) im Moment aussieht. In Schopfheim gebe es dieses Angebot noch nicht, denn dafür brauche der Verein Unterstützung von Unternehmen oder der Stadt die solche Räumlichkeiten stellen könnten, sagte Frau Schmeding. Herr Ehrmann nannte als Möglichkeit das Gebäude der Hebelschule, welches die Grünen unbedingt im städtischen Besitz halten wollen. Die Stadt unterstützt zwar die Tagesmütter/väter finanziell, wobei dies bei der momentanen Unterversorgung an KiTa-Plätzen eher ausgebaut werden könnte um zusätzliche Anreize zu schaffen. Zudem ist den Grünen Kandidaten wichtig, dass bei zukünftigen Bauanträgen auch die Abdeckung von Krippe- und KiTa-Plätzen bedacht wird. Alle Gesprächsteilnehmer waren sich dabei einig, dass Chancengleichheit die sowohl für die Kinder, durch qualitativ gute Betreuung, als auch deren Eltern durch umfassende und individuelle Lösungen entsteht, maßgeblich für eine attraktive Stadt sind. Die Kandidaten sicherten zu, dass sie sich im Falle ihrer Wahl hierfür verstärkt einsetzten werden.

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